New Work needs inner Work: Unternehmen auf dem Weg der Orientierung in der neuen VUCA-Arbeitswelt
Der Begriff VUCA fasst den tiefgreifend spürbaren Wandel unserer Gesellschaft und Arbeitswelt prägnant zusammen:
Volatility steht für schnelle, unvorhersehbare Veränderungen (z. B. Märkte, Technologien),
Uncertainty steht für die Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen und Ergebnisse,
Complexity steht für teils schier unüberschaubar viele, miteinander vernetzte Faktoren und kaum lineare, non-kausale Zusammenhänge,
Ambiguity steht für Mehrdeutigkeiten ohne klare Bedeutung und entsprechend mehrere, sich womöglich gar widersprechend erscheinende Lösungswege.
New Work kann als Antwort auf die Herausforderungen der VUCA-Welt verstanden werden. Die einst klassische Arbeitswelt mit ihren starren Hierarchien, festen Regeln und klaren Planungen funktioniert in einer VUCA-Welt oft nicht mehr. Deshalb braucht es neue Formen des Arbeitens:
Der Begriff „New Work“ beschreibt ein modernes Verständnis von Arbeit, das sich stark von traditionellen, hierarchischen und bürokratischen Arbeitsformen unterscheidet. Er wurde ursprünglich von dem Sozialphilosophen Frithjof Bergmann in den 1980-er Jahren geprägt und ist heute ein zentrales Schlagwort im Kontext von Digitalisierung, Arbeitskultur, Work-Life-Balance und demografischem Wandel.
Frithjof‘s Idee war, dass Menschen nicht nur mit dem Ziel der Bestreitung ihres Lebensunterhaltes arbeiten gehen, sondern wertschöpfende Tätigkeit ausüben, die sie erfüllt und ihren Arbeitsvorstellungen und Bedürfnissen entspricht. Es geht also um Sinnstiftung in der Arbeit, Selbstbestimmung und Entfaltung der eigenen Potenziale.
New Work erfordert Flexibilität im Rahmen von Arbeitszeitmodellen wie Gleitzeit, Homeoffice oder Remote Work, die Möglichkeit zur Selbstorganisierung und eigenverantwortlichem Arbeiten mit flachen Hierarchien, agile und kollaborativ arbeitende sowie schnelle entscheidende Teams (Co-Ceation, System thinking), eine experimentierfreundliche Lern- und Fehlerkultur sowie visionäre Sinnorientierung und -stiftung (Purpose).
Beispiele für New Work in der Praxis sind z.B. Scrum und agile Methoden zur Projektarbeit, Remote-first-Unternehmen ohne feste Büros, die 4-Tage-Woche oder Vertrauensarbeitszeit, Shared Leadership oder Führen in Teilzeit sowie die Nutzung von Coworking Spaces.
New Work bedeutet mehr als nur Homeoffice oder Tischkicker im Büro. New Work darf kein Buzzword sein, dass manche Unternehmen als PR-Label nutzen, ohne ihre Haltung tiefgreifend zu verändern und innere Strukturen anzupassen.
New Work ist ein tiefgreifender Wandel in der Art und Weise, wie wir Arbeit verstehen, gestalten und erleben – mit dem Ziel, Arbeit menschlicher, sinnvoller und zukunftsfähiger zu machen.
Wenn wir Sie mit unserer Expertise auf Ihrem Weg zu einem New Work – freundlichen Unternehmen begleiten dürfen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.